Napoleons Eroberungen
Napoleon galt vor allem als ein militärisches Genie. Der französische Kaiser prägte mit seiner modernen Taktik und seiner überraschenden Strategie die Militärgeschichte. Unter seiner Führung gab es viele Eroberungen der "Grand Armee" Frankreichs.
Napoleons Aufstieg als Militärgenie begann 1793 mit der Eroberung von Toulon, an der maßgeblich mitwirkte.
1796 kam es zum Italienfeldzug. Die Eroberung Italiens war mit dem Sieg bei der Schlacht von Lodi im Mai 1796 für die Franzosen besiegelt. Gegen schlecht ausgerüstete und unmodern agierende Gegner konnte Napoleon seine Strategie hervorragend ausspielen.
1798 eilte Napoleon zu seinem nächsten Feldzug: Die Expedition nach Ägypten. Nach der Eroberung von Malta landeten die Truppen im Juli in Ägypten. Trotz der Eroberung von Jaffa und Gaza, gelang es den Franzosen nicht, die Ziele der Expedition durchzusetzen. Zwar gelang noch Napoleon ein Sieg bei der Schlacht um Abukir, doch Napoleon verließ Ägypten 1799, zumal die Lage durch Ausbruch des 2. Koalitionskrieges und innerpolitische Spannungen sich zuspitzte.
Nachdem Napoleon erster Konsul Frankreichs wurde, wurde der 2. Koalitionskrieg mit Siegen bei Marengo und Hohenlinden 1801 beendet. Es folgte die Eroberung von Piemont, Schweiz wurde enger an Frankreich gebunden und Napleon setzte eine neue Verfassung in den Niederlanden durch.
Im Zuge des 3. Koalitionskrieges wurde Österreich von den Franzosen erobert. Nach der Eroberung von Wien 1805 folgte im selben Jahr die Schlacht bei Austerlitz - einem der größten Siege Napoleons.
1806 kam es zum Krieg gegen Preußen. Napoleon stieß über Thüringen Richtung Berlin vor. Bei der Schlacht um Jena erlitt die preußische Armee eine empfindliche Niederlage. Es folgte die Eroberung von Berlin. Die geschlagenen preußischen Truppen kämpften nun mit Russland. Das Zarenreich war neben England der letzte große Gegner Frankreichs.
Nach der Schlacht bei Friedland 1807 kam es zum Frieden zwischen Russland, Preußen und Frankreich. Napoleon hatte halb Europa nun erobert oder es geschickt mit der Besetzung von Familienmitgliedern in Regierungspositionen gefügig gemacht.
Es folgte die Eroberung von Portugal und der Einmarsch in in Spanien 1808 in einer ansonsten relativ friedlichen Zeit.
Zum letzten großen Feldzug marschierte Napoleon 1812 gegen Russland. Die anfänglichen Eroberungen trügen, denn die Russen zogen sich weit ins Innere zurück, zerstörten Nahrungsquellen und zermürbten so die Grand Armee Napoleons. Es folgte ein langer Rückmarsch, die Völkerschlacht bei Leipzig und schließlich 1815 die Schlacht bei Waterloo, die Napoleons Ära endgültig beendete.